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Riedstadt- Goddelau

 

Mit der „Simon & Garfunkel Revival Band“ aus Erfurt feierte der Goddelauer Verkehrs- und Verschönerungsverein sein sechzigjähriges Bestehen. Rund 500 Zuhörer kamen in die Christoph-Bär-Halle.
GODDELAU: „Schön, hier oben zu stehen und einen so vollen Saal zu sehen“, freute sich Dieter Knebel, Vorsitzender des Goddelauer Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV). 500 Zuhörer hieß er beim Konzert der „Simon & Garfunkel Revival Band“ aus Erfurt in der Christoph-Bär-Halle willkommen, mit dem der VVV sein sechzigjähriges Bestehen feierte.
 

Schon mit ihrem ersten Stück, „I’m sitting in the railway station“ riefen Michael Frank und Guido Reuter Erinnerungen an Duo Paul Simon und Art Garfunkel hervor. Das berühmte Duo begeisterte seit den sechziger Jahren mit seinen melodischen Songs, die Stimmen und Rhythmus in einzigartiger Weise miteinander agieren ließen. Das war zu der Zeit, als der VVV noch von Christoph Bär geführt wurde, und als einige der Zuhörer mit leuchtenden Augen Schallplatten ihrer Lieblingsmusiker erstanden.

Die Musik vom Simon und Garfunkel vereint Generationen. Menschen aller Altersgruppen sind im Saal und lassen sich mitreißen von der originalgetreuen Interpretation der Titel des Duos. Begeistert singen und summt das Publikum mit, als die bekannten Hits erklingen. Jubel und schwingende Leuchtstäbe begleiten „If I could“, jenem Song, zu dem das Duo 1970 nach der Melodie „El Condor Pasa“ metaphorische Zeilen dichtete: „I’d rather be a hammer than a nail“ (Ich wäre lieber ein Hammer als ein Nagel).

Inzwischen haben drei weitere Musiker die Bühne betreten: Mirko Sturm am Schlagzeug, Sebastian Fritzlar und Sven Lieser an der Gitarre, oft auch wechselnd. Diese Musiker beherrschen viele Instrumente. Oft klingt es so, als stünden Paul Simon und Art Garfunkel persönlich auf der Bühne. Doch gelegentlich setzen die Musiker eigene Akzente und machen Anleihen bei der brasilianischen Straßenmusik.

Bei „Cecilia“ – von Michael Frank als traurigstes Lied angekündigt – unterstreicht Sebastian Fritzlar auf der (brasilianischen) Surdotrommel den Song vom gebrochenen Herzen und des erschütterten Selbstbewusstseins nach einer unglücklichen Liebe. Der Saal bebt von den mächtigen Trommelschlägen und dem rhythmischen Klatschen von 1000 Händen.

Erneut werden die Leuchtstäbe geschwungen, als die ergreifende Melodie von „Bright Eyes“ ertönt. Dieser Song erschien 1979 als Titelmusik zum Zeichentrickfilm „Watership Down“ (Unten am Fluss). Es sollte ein Lied über den Tod werden, aber nicht zu morbide. Und damals wie heute bewegt: „Bright eyes, burning like fire“ (strahlende Augen, brennend wie Feuer). Emotional eindringlich wirkt das Zusammenspiel von harmonischer Melodieführung und Text – manchmal als Kitsch abgetan, aber damals lange in der britischen Hitparade auf Platz eins.

Eine weitere Filmmusik hat das Duo geschrieben, 1967 zu dem Film „Die Reifeprüfung“ mit Dustin Hoffmann: „Mrs Robinson“. Da bewegt sich die Musik mit flotteren Rhythmen und kommt eher leichtfüßig daher.

„Scarborough Fair“ gehört zu den Balladen und greift einen mittelalterliches Musikstück über den Handelsmarkt in Scarborough (England) und ein Liebespaar auf. Michael Frank kündigt es scherzhaft für den Markt in Golle an.

Bestes Indiz für die Begeisterung des Publikums sind die Forderungen nach Zugaben. Und die sind an diesem Abend besonders heftig. Alle stehen und fordern nachdrücklich weitere Lieder. Erneuter Jubel brandet auf, als bei dem Klaviersolo von Sebastian Fritzlar endlich der Hit „Bridge Over Troubled Water“ zu hören ist. Auch nach drei weiteren Zugaben stehen alle wie fest gemauert, bis sie sich nach dem Lied über die alten Freunde („Old Friends) endlich zum Abschied bewegen lassen.