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Folk: Frisch wie vor fast 50 Jahren - MZ / Bayernwald-Echo

MZ / Bayernwald-Echo vom 26.11.2010

Die Simon & Garfunkel Revival Band gastierte am vergangenen Wochenende im Robinson Runding.

Sie spielen die Songs einer vergangenen Zeit, große Hits wie „Cecilia“, „Mrs. Robinson“ und „Bridge over droubled water“ des wohl bekanntesten Folk-Duos der Musikgeschichte - Simon & Garfunkel. Die Revival Band um Michael Frank und Guido Reuter war am vergangenen Wochenende wieder im ausverkauften Robinson zu Gast, seit Jahren sind sie fester Bestandteil des Programms.

Worin liegt das Geheimnis einer erfolgreichen Revival Band? Manche sagen natürlich die Authentizität, die Songs aus einer anderen Zeit dem Original so getreu wie möglich auf die Bühne zu bringen, dann wiederum eine intensive Recherchearbeit, eine Auseinandersetzung mit dieser Zeit, der Band und dem Inhalt ihrer Songs. In all diesen Bereichen zählt die Simon & Garfunkel Revival Band sicher zu den besten. Mit viel Charme und Witz treten sie auf ihren Konzerten nicht nur für das Vermächtnis großer Folk-Hymnen ein, sondern auch - mit Augenzwinkern - für die Unterdrückung des männlichen Geschlechts. Guido Reuter (Gesang, Geige, Flöte, Keyboard), sowie Michael Frank (Gesang, Gitarre) sind die Zugpferde des Revival-Gespanns, besitzen eine Stimmfarbe, die dem Original zum Verwechseln ähnlich ist. Es sind vor allem die Zurückhaltung und die melancholischen Melodielinien, die typisch für Simon und Art sind. Langsamer Folk und die Rücknahme der Instrumentierung gegenüber den Texten prägen den Stil. Dabei bildet die Band aus Sebastian Fritzlar (Bass, Surdo, Gitarre, Keyboard), Sven Lieser (Gitarre) und Mirko Sturm (Schlagzeug, Perkussion) eine glatt geschliffene Einheit, in die sich jedes Instrument einfügt, ohne aus der Reihe zu tanzen. Der Erfolg ihrer Songs auch mehrere Jahrzehnte nach der Trennung von Simon und Art liegt in einer zeitlosen Schlichtheit begründet, die es möglich macht, Zuhörer jeden Alters anzusprechen, auch wenn sie nicht mit diesen aufgewachsen sind, aber umso mehr, wenn Erinnerungen und vergangene Momente an den Liedern hängen; in eben diesen Harmonien und stillen Tönen, die, wie der Name sagt, in „Sounds of Silence“ oder „Bridge over troubled water“ anklingen. Ein Attribut einer guten Revival Band, welches am Anfang nicht erwähnt wurde, ist die große Kunst eben von Frank, Reuter, Fritzlar, Lieser und Sturm, die Songs so auf die Bühne zu bringen, als wären sie gerade erst geschrieben wurden, als hänge frisches Herzblut an den Lyrics und Melodien, als wäre jeder Auftritt ihr erster, auch wenn es ihnen selbst wie ein Deja-Vu vorkommen muss. (RAH)

 

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